Editors – Sugar

Editors_Sugar

Liest man die derzeitige Presse über die Editors, scheinen die Meinungen zum letzten Album doch sehr auseinander zu gehen. Ich habe deren Geschichte eher am Rande mitverfolgt und kann daher ohne große Wehmut an vergangene Zeiten, diesen einen Song ganz unbefangen einfach richtig geil finden.

Was für ein Song! Ich flipp aus! Die Editors waren mir natürlich bisher hauptsächlich wegen der frappierenden stimmlichen Nähe zu Joy Division aufgefallen. Wüsste man es nicht besser, müsste man glauben, Ian Curtis sei tatsächlich aus seinem Grab gestiegen, um der Welt noch etwas von seinem Seelenschmerz zu verpassen…

Vielleicht liegt es an dem schweren Schlagzeuggroove, vielleicht auch an dem leicht orientalischen Solopart… mich erinnert „Sugar“ immer an Led Zeppelin. Joy Division fahren nach Kashmir, versorgen sich mit Glücklichmachern und beamen sich ins 21. Jahrhundert. Oder so ähnlich 😉 .

Auf alle Fälle ist der Song ein gutes Beispiel, wie man aus wenigen guten Ideen einen riesigen Hit zaubert. Eine fette Basslinie, fliegende Gitarren darüber und ein Refrain, der sich zum Himmel öffnet plus einem coolen Solopart. Ich bin damit glücklich.

Okay, hier die Noten:

Als erstes habe ich die Basslinie, mit der der Song beginnt, für die Gitarre aufgeschrieben.  Danach folgt dann ab Takt fünf die cleane Pickinggitarre die auch The Edge von U2 hätte schreiben können.

 

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Im Vers setzt sich das Gitarrenmotiv aus dem Intro fort und webt mit einzelnen Klaviertönen einen fliegenden Soundteppich (na wenn das nicht mal ein schönes Wortspiel ist 😉 ).Editors_Sugar_2

 

Im Chorus geht dann der Deckel auf. Eine Synthiefläche kommt dazu, die Gitarre spielt durchgehend 16tel und wir fliegen ab. There’s sugar on your soul…

Eine kleine Bemerkung zu den Akkorden. Ich habe hier bewusst nur die einfachen „Cowboy-Chords“ notiert, mit denen man den Song auch am Lagerfeuer spielen kann. Die  tatsächlich gespielten Töne machen allerdings aus dem C-Dur einen Major/9 und aus dem D-Dur einen sus 4/add 9. (Bei Fragen einfach fragen.)Editors_Sugar_3

 

Nach dem ersten Refrain gibt es ein zweitaktiges Break, dass durch geschicktes EQing und Verzerren einen coolen Sample-Effekt erhält.Editors_Sugar_4

 

In einem Editors-Song gibt es natürlich kein klassisches Gitarrensolo. Es handelt sich hierbei um einen durchkomponierten C-Teil, der dem Song noch einen zusätzlichen „Ich fliege ab in den Himmel“ – Part beschert. Ein, zwei Töne kommen von der Gitarre, ein paar vom Synthesizer und der Rest von orientalisch anmutenden Streichern. Weil ich diesen Teil aber so toll finde, habe ich ihn so transkribiert, wie ich ihn als Gitarrist spielen würde. Mit ein wenig Übung ist das keine allzu große Schwierigkeit. Also, Verzerrer an und losgerockt!Editors_Sugar_5

 

Ich hoffe, Euch hat dieser Artikel gefallen. Ich freue mich wieder auf Kommentare und Anregungen. Bis dahin

Rock Your Life! Riff Your Day!

 

 

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